Montag, 8. August 2016

Rezension | "Göttlich-Trilogie" von Josephine Angelini

 Hardcover | Dressler Verlag | ISBN Gesamtausgabe: 978-3791526294
Originaltitel: Starcrossed / Dreamless / Goddess

"Unsere Kämpfe reißen die ganze Welt in Stücke, aber für uns sind es eigentlich nur Familienstreitigkeiten." // "Göttlich verdammt", Seite 493

Reihenfolge

Starcrossed City (0,5)
Göttlich verdammt / Starcrossed (1)
Göttlich verloren / Dreamless (2)
Göttlich verliebt / Goddess (3)

Sobald die 16-jährige Helen auf Lucas trifft, verspürt sie nur einen Drang: Sie will ihn angreifen. Auch Lucas ist Helen zunächst alles andere als wohlgesonnen. Erst als die beiden sich gegenseitig das Leben retten, wird aus Hass eine große Liebe. Doch nun erfährt Helen, dass sie wie Lucas ein Halbgott ist. Und ihre Liebe verdammt sie dazu, einen weitaus größeren Kampf zu entfachen: einen Krieg zwischen den Göttern.

Josephine Angelini wurde in Massachusetts geboren. Sie studierte Angewandte Theaterwissenschaft an der Tisch School of the Arts, New York University. Dabei interessierten sie besonders die tragischen Helden der griechischen Mythologie. Josephine Angelini lebt mit ihrem Ehemann, einem Drehbuchautor, und drei Katzen in Los Angeles.


Die "Göttlich"-Trilogie hat uns im Großen und Ganzen gut gefallen; der erste Band hat ein wenig schleppend angefangen, aber der Rest der drei Bücher war ziemlich gut. Gestört haben uns am Anfang weniger die Parallelen zur "Twilight"-Reihe (eine Heldin, die sich für einen Freak hält, toll aussieht und besondere Begabungen hat, umwerfend gut aussehender Junge mit geheimnisvoller Familie und noch ein paar andere Dinge), sondern vor allem hat uns die Fehde, genauer gesagt dieses "Ich hasse ihn/sie so sehr, dass ich ihn/sie umbringen möchte!" Es wird zwar erklärt, wieso die Protagonisten so gehandelt haben und es ergibt rückblickend auch Sinn, aber trotzdem war es anstrengend, über diese 'Blutgier' zu lesen. Nachdem diese Situation sich (mit einer guten Erklärung) aufgelöst hatte, wurde es für uns bedeutend angenehmer, der Geschichte zu folgen: der Schreibstil der Autorin lässt sich sehr gut lesen (was unter anderem daran liegt, dass er eher einfach gehalten ist), sodass man die Bücher gut auch an einem Stück weglesen kann; die Figuren sind sympathisch und ihre unterschiedlichen Beziehungen zueinander bieten einiges an Potential, zudem ist die Einarbeitung der griechischen Mythologie und die Stellen, an denen Angelini etwas abgeändert hat, sehr interessant. Soweit scheint auch alles Sinn zu ergeben, gravierende Logik-Lücken sind uns auf Anhieb nicht aufgefallen.

Spannung ist, dank einer Bedrohung, die über Helen schwebt, ebenfalls vorhanden. Die Autorin scheut sich auch nicht davor, ihre Hauptpersonen Verluste erleiden zu lassen oder sie in ausweglose Situationen zu befördern – es passieren einige Dinge, die alles völlig umwerfen und den Leser im Dunkeln tappen lassen. Die "Göttlich"-Trilogie bietet also spannende, abwechslungs- und wendungsreiche Handlung. Auch die vier Häuser und die zugehörigen Götter ergaben Sinn und fügten sich gut in die Sagenwelt ein. Sowohl, was die Liebesgeschichte als auch den "mythologischen" Aspekt betrifft, haben wir uns lange gefragt, wie Angelini alles auflösen möchte; ob es ein Happy End geben würde oder nicht war lange unklar, wodurch man immer gespannt war, wie es weiter gehen würde. Allerdings gab es einige Wendungen, bei denen wir beide unterschiedlicher Meinung waren: Kerstin mochte ein paar nicht, weil sie ihr als billiges Mittel erschienen, die 'Liebenden' zu trennen, Julia dagegen empfand es als ein nötiges Mittel, um die Liebesgeschichte durch die kompletten drei Bände durchziehen zu können. Dreiecksbeziehungen und Liebeskummer mag eben nun mal nicht jeder. Davon abgesehen sind die Bücher aber spannend, wendungsreich und interessant.

 
Für mich persönlich war die Trilogie ein Highlight; ich habe es sehr genossen, den Handlungssträngen zu folgen, die Entwicklung der Charaktere zu beobachten und mich von der Geschichte mitreißen zu lassen. Alleine der letzte Band hat mich aufgrund der Langatmigkeit im Bezug auf den Kampf zwischen den Göttern ziemlich enttäuscht. Allerdings brachte er ein logisches und sinnvolles Ende. Für mich ist "Göttlich" eine Reihe, die man gelesen haben sollte und die ich auch vollends - trotz Schwächen - empfehlen kann.

Band 1

Band 2

Band 3


Mir hat die "Göttlich"-Trilogie im Großen und Ganzen auch sehr gut gefallen. Die Mythologie wurde gut verarbeitet und die Welt, die die Autorin erschaffen hat, ist interessant, dazu ist die Geschichte spannend. Leider kann ich Dreiecksbeziehungen absolut nicht ausstehen, weshalb gerade der zweite Band bei mir etwas schlechter bewertet wurde. Den Abschluss der Reihe fand ich aber wieder gelungen und gerade der Konflikt am Ende wurde gut gelöst. Insgesamt würde ich die Reihe also auch empfehlen.

Band 1
Band 2

Band 3


Habt ihr die Göttlich-Trilogie schon gelesen?
Liegt sie auf eurem SuB oder steht sie auf eurer Wunschliste?
Wir würden uns über eure Kommentare freuen.
Eine schöne Woche euch!

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Kommentare:

  1. Schön, dass es euch gefallen hat :) Ich habe die Reihe schon länger im Blick, bin aber nie dazu gekommen, sie mir wirklich auch zu kaufen oder in der Bibliothek zu leihen, vielleicht sollte ich das mal nachholen :)

    Liebst, Lara.

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    1. Hey,

      ja, das kann ich dir empfehlen :) Es lohnt sich auf jeden Fall.

      Liebe Grüße,
      Kerstin

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  2. Hallo ihr zwei,
    Band 1 habe ich auch gelesen, ist aber schon eine ganze Weile her... Ich glaube, ich müsste nochmal von vorne anfangen.
    Schön, dass euch die Reihe grundsätzlich gefallen hat - aber schade, dass dann der letzte Band etwas abbaut. Das scheint aber fast schon Alltag bei Trilogien...
    Liebe Grüße
    Jasmin

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    1. Hey,

      ja, wenn man eine Reihe für längere Zeit pausiert hat, ist der Wiedereinstieg schwer - so ging es mir dieses Jahr mit den "Chroniken der Unterwelt".
      Ich konnte für mich beobachten, dass ich oft den mittleren Band bei Trilogien am wenigsten mag. Es gibt aber auch viele, die vollkommen gelungen sind :)

      Liebe Grüße,
      Kerstin

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