Dienstag, 15. Dezember 2015

Rezension | "Wir können alles sein, Baby" von Julia Engelmann


Goldmann Verlag | Taschenbuch | 7,00 € | 96 Seiten | 19.10.2015 | 978-3442484089

„Die Zeit macht mich verrückt, 
sie ist ein sehr suspektes Ding,
alles numerisch zu messen, 
das ergibt so wenig Sinn."  
// Seite 38


Klappentext 
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Mit »One Day« gelang Julia Engelmann ein sensationeller Poetry-Slam-Erfolg, der als Internetphänomen Millionen begeisterte und auch als Buch zum Bestseller wurde. Ihr ganz eigener Sound und ihre ganz eigene Sprache sind es, die die Herzen so berühren. In ihrem neuen Buch stellt sie erneut eine stimmungsvolle Playlist poetischer Texte über Träume und Liebe zusammen, über Wünsche und Freisein, aber auch über Loslassen und Traurigkeit. Julia Engelmann schreibt einfühlsam und bewegend davon, dass wir das Leben nicht verschlafen sollen, sondern was verändern, die Welt auf den Kopf stellen, ja, einfach mal Handstand machen – alles, was es braucht, ist ein bisschen Mut. Denn »wir können alles sein, Baby«!

Bewertung
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So ein Buch wie das von Julia Engelmann habe ich bisher noch nicht gelesen. Die Gedichte bzw. die Texte in "Wir können alles sein, Baby" sind wunderschön und regen zum Nachdenken an. Wie bei vielen anderen Gedichten auch, darf man sie nicht einfach herunterlesen, sondern man muss sich Zeit lassen, die Worte verstehen, sich Gedanken machen. Je länger ich das getan habe, desto leichter fiel es mir, die Texte und die Botschaften zu erkennen, zu verstehen, wovon sie schreibt und was sie damit sagen will.

Es sind nicht einfach leere Gedichte, es sind berührende Texte über alle möglichen Themen wie zum Beispiel Hoffnung, Liebe, Trennung, Selbstkritik und Familie. Das Besondere an dem Buch sind die Zeichnungen, die – laut Informationen aus dem Buch – ebenfalls von der Autorin Julia Engelmann illustriert wurden; geradezu perfekte Pausen zwischen den Gedichtzeilen, um die Worte wirken zu lassen. Meine Lieblingsgedichte waren "Abschiedsparty ohne dich", "Neue Bestandsaufnahme" und "Kein Modelmädchen".

Ihr Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Ihre Art, Wörter zu kombinieren, kreativ und einfühlsam zu schreiben und Themen zu behandeln, die den Zeitgeist treffen, habe ich schon in ihrem ersten Buch "Eines Tages, Baby" bewundert. Ihre Leidenschaft für Details und für ihre Kreativität unterstützt die gesamte Gestaltung, die nicht nur ein ansprechendes Cover-Layout beinhaltet, sondern auch wunderschön im Bücherschrank aussieht.

Fazit
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Julia Engelmanns "Wir können alles sein, Baby" ist sicher nichts für jedermann, mich aber haben ihre Texte voll und ganz überzeugt. Vermutlich auch, weil ich mich mit ihren Worten identifizieren konnte, sie mich berühren konnten und an mancher Stelle sogar zum Nachdenken gebracht haben. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

Zitate
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„Vor knapp eineinhalb Wochen 
hab ich zuletzt mit dir gesprochen,
und mit diesem Blick, der Bände spricht, 
hast du gesagt, dass es zu Ende ist."  
// Seite 14
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Herzlichen Dank
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... geht an dieser Stelle an die Randomhouse Verlagsgruppe (insbesondere den Goldmann Verlag), der mir dieses Buch zum Erstellen einer Rezension zur Verfügung gestellt hat.




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